Oman Reise 2000
V 2.0.0 vom 10.04.00 updated 17.09.04 ©2000

Diese Reise führte in gut 2 Wochen kreuz und quer durch den Norden das Emirat Oman. Oman liegt ganz im Osten der Arabischen Halbinsel. Es ist ein Sultanat mit streng arabisch-islamischen Traditionen. Der jetzige Sultan Quaboo, dessen Bild in jedem Laden an der Wand hängt, ist ein verhältnismässig aufgeschlossener, modern orientierter Herrscher, der mit Hilfe der Petrodollars das Land zu bescheidenem Wohlstand verholfen hat. Die Infrastruktur ist recht gut entwickelt, es gibt eine reihe asphaltierter Strassen durch die Wüste, Brunnen und, von einigen schwer zugänglichen Dörfern in den Bergen abgesehen, ist das Land heute auch elektrifiziert. Der extreme Reichtum wie in den Scheichtümern VAE oder Dubai herrscht allerdings nicht vor, die Erdölvorräte sind begrenzt. Oman ist auch viel gößer, von der Haupstadt Muscat bis in den tiefen Süden des Landes, dem Weihrauchland Dorfahr sind es etwa 1200 km.

Die Landschaften sind ungemein vielfältig. Es ist sozusagen die Saharaausgabe im Kleinen, hohe Berge bis über 3000m, schroffe Felsenlandschaften, fruchtbare Küstenebenen, Geröll und Sandwüsten sind vertreten. Die gesamte Nord- und Ostküste ist vom Meer (Golf und Indischer Ozean) umspült. Es gibt sehr schöne Küstenabschnitte mit unbelebten, fantastischen Badestränden. Manche sind regelrecht umgegraben von den Spuren der Meeresschildkröten, die hier das ganze Jahr hinüber nachts ihre Eier ablegen. Die Seefahrt spielt eine grosse Rolle, Oman ist die Wiege des arabischen Schiffbaus, bekannt für die so wohlgeschwungenen "Dhaus", die Jahrhunderte den Seehandel nach Indien und Afrika ermöglichten. Auch heute werden in Sur noch in traditioneller Technik die wunderschönen Holzboote gefertigt, allerdings aus indischem Importholz durch indische Leiharbeiter.

Diesmal kam leider nicht das Motorrad als fahrbarer Untersatz zum Einsatz. Der Grund hierfür ist, dass ursprünglich eine individuelle Israel-Jordanien-Motorrad-Reise geplant und gebucht (einschl. Luftfracht meiner KTM durch die ElAl) war, die kurzfristig abgesagt werden musste - wegen des Bürgerkriegs. Dafür hatte ich einen erstklassigen Mietjeep (ein topgepflegter Nissan Patrol mit 4,5 Liter Achtzylinder-Benzinmotor mit Zusatztankanlage), den zu Fahren auch ein Vergnügen war. Ich hatte meinen Garmin Color-Streetpilot GPS mit den Detailkarten der Worldmap vorher bespielt, und auf dem Armaturenbrett angebracht, was sich als sehr nützliche Lösung erwies. Der Wagen war gemietet bei Normadic Adventours and Tours, Tel. 00968 9316507, 9386567, 9430691, 697140 in Muscat, Top-Adresse, äusserst hilfsbereit und engagiert. Die Buchung ist von Deutschland leicht möglich über das Reisebüro am Marienplatz, 83512 Wasserburg, Fax 08071 8150.

Übernachtet wurde überwiegend im Zelt oder gelegentlich auch in Hotels, je nach Verfügbarkeit.Es gibts nur wenige Unterkünfte, nur in den größeren Orten. Die Preise sind etwa wie bei uns, teilweise auch deutlich höher. Sprit war billiger (80 Pfennige etwa), und davon konsumierte der Nissan einiges, vor allem im Sand!

Die genaue Route kann der interessierte Leser hier auf der Detailkarte (371K) einsehen, die ich nach der Reise aus meinem GPS runtergeladen habe. Gefahrene Strecke war insgesamt 4100 km, der Anteil unbefestigter Wege geschätzt etwa 60%. Fahrtechnisch war die Reise nicht besonders schwierig, allerdings hatte ich bisher kaum Erfahrung mit einem Geländewagen im Sand. Trotzdem hatte ich mich nur an einer Stelle im Weichsand einer Düne festgefahren, und kam nach einiger Buddelei auch ohne Sandbleche mit fast luftleeren Reifen wieder frei, dank des sehr kraftvollen Motors. Im Prinzip gehts wie mit dem Motorrad, nur dass man sich weit weniger stark auf die Piste konzentrieren muss, was auf die Dauer sehr bequem ist.


Hier Bilder dieser auch fotografisch sehr interessanten Reise zum Ansehen, alle mit meiner Mamiya 7 im Mittelformat 6x7 fotografiert und mit meinem Umax Powerlook 1100 (direkt vom Dia mit 1200 dpi) abgescannt und auf 800 Pixel Bildbreite formatiert. Eigentlich muß man die Bilder in der Mittelformatprojektion auf einer richtig grossen Wand sehen. Der Computer kann das nicht richtig wiedergeben. Trotzdem viel Spass, die 80 Aufnahmen habe ich verteilt auf 10 Seiten, unten bitte wählen. Ein Klick auf das kleine Bild öffnet ein Grösseres, von hier lassen sich auch die grösseren Bilder weiterblättern.


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