Tibet 2010
V 1.0.7 vom 12.12.10 updated 29.10.11 ©2010-2011

Diese Reise im Oktober 2010 führte für fünf Wochen zunächst drei Wochen durch ganz Tibet von Xining nach Kashgar, dann noch 2 Wochen durch West- und Nord-China, insbesondere mit Durchquerung der spektakulären Sand-Wüste Taklamakan, dem Südausläufer der Wüste Gobi.
tourenfahrerlogoIm Jubiläumsheft Tourenfahrer (30 Jahre) wurde der Artikel über unsere Reise abgedruckt, den ich mit Genehmigung des Verlages hier (1,7 Mbyte) zum Lesen anbiete, falls das Heft nicht mehr zu haben sein sollte.
Für diese Reise habe ich ein Tagebuch mit vielen Details diktiert, das ist hier zu lesen. Damit lassen sich auch die Fotos nachvollziehen, die in der gleichen Reihenfolge kommen und deren Dateinamen das Datum beinhalten. Hier unsere Route im GPX-Format für Navis und im KML-Format für Google Earth sowie als Bild.
Da die Einreise mit eigener Maschine - das hatte ich schon auf meiner Seidenstrasse-Tour von 2000 erlebt - bürokratisch ungemein aufwendig ist, nahm ich das Angebot meines spanischen Freundes Ricardo aus Barcelona gerne an, seine BMWs zu benutzen. Wir machten eine private Pilotreise mit meinem Freund Peter aus Hamburg und Gustavo aus Madrid von ziemlich genau 10.000 km auf teils extrem abenteuerlichen Strecken. Ricardo bietet vereinfachte Teilstrecken dieser Tour auch als kommerzielle 2-Wochen-Reise auf seiner Website (spanisch) an. Die Logistik ist nämlich wirklich schwierig, speziell für unsere weite Tour: vorgeschrieben sind ein Tibetführer (Tibeter) für Osttibet, einer für West-Tibet, ein Parteioffizier (zur Überwachung der Touristen), ein Koch für diese Leute, dazu ein Fahrer für das Begleitauto für die Truppe. Dann gab uns Ricardo "sicherheitshalber" noch einen Klein-LKW mit 3 Ersatzmotorrädern (alles BMW F 800GS), Ersatzteile, Ersatzreifen, Werkzeug, Ersatzbenzin, einem Mechaniker und dazu einen Fahrer mit (die Fahrzeuge blieben weit zurück und trafen meist erst in der Nacht ein). Das war auch gut so, wie ich gleich erläutern werde.
Die 2009er BMW 800 GS (das Motorrad war relativ neu, Laufleistungen lagen zwischen 18.000 und 26.000 km) konnte ich während der Tour im Soziabetrieb mit Gepäck auf zum Teil schwierigen, schnellen Pisten kennenleren. Das Fahrwerk ist modern und auch bei hohen Pistengeschwindigkeiten gut, der weich einsetzende Motor erleichtert schwierige Passagen und ist extrem sparsam, so dass trotz sehr kleinen Tanks oft 400 km erreichbar waren. Das Motorrad hat aber fatale technische Probleme: Bei allen fünf Maschinen ging die Wasserpumpe kaputt (ständiges Überkochen), in einem Fall führte das zu einem kapitalen Motorschaden (im Schneesturm bei 10 Grad minus im Dunklen auf einem Pass auf Hilfe zu warten ist eigentlich einer BMW unwürdig). Drei Wasserpumpen erhielten wir als Ersatzteil nachgeschickt nach Lhasa. Die Rotoren aus Kunststoff waren jeweils völlig zerbröselt. Ursache unklar - möglicherweise Kavitationseffekte durch Dampfblasen im System aufgrund der niedrigen Kühlmittel-Siedetemperatur grossen Höhe von wochenlang um und über 5000 Meter. Dazu kamen verschiedene Elektronikprobleme: plötzlich einsetzende Wegfahrsperre (2 Maschinen), spinnende Tankanzeige (3 Maschinen), wild flackerne Warnlampen (3 Maschinen), Reichweite nur 150 km (1 Maschine, trotz vollen Tanks, Benzinpumpe?). So gut die Maschinen fahren, so vernichtend leider das Zuverlässigkeits-Thema. Das schmerzt mich als BMW-Liebhaber und BMW-Klassiker-Sammler (R68, R69S, R90S, R90/6, HPN-BMW, Rallye-BMW F650, C1-Roller) um so mehr.
Die Reise startete in Xining/Nordtibet und ging dann in schnellen Etappen nach Lhasa, zum Mt. Everest-Basecamp, über Tingri, Gyatze nach Darchen/Mt. Kailash, über eine schnelle und harte Wellblechpiste nach Kashgar in Westchina (vor 10 Jahren war ich schon mal dort - die Stadt ist inzwischen mehrfach so gross!) und von dort quer durch die Taklamakan (die zweitgrößte Sandwüste der Welt) und entlang der nördlichen Seidenstraße nach Turfan, Dunchuang wieder nach Xining, und dann noch 3 Tage in Peking. Die Route ab Kashgar habe in einen anderen Artikel gesetzt (Westchina), da es hier um andere Völker und völlig andere Landschaften geht.
Hier 312 Fotos aus Tibet, die ich hier ausgewählt habe aus insgesamt 6626 Fotos von dieser Tour, auf 13 Seiten. Durch Anklicken der Vorschau kommt man zu den ganzseitigen Fotos (1080 Pixel breit), hier kann man auch mit den Pfeilen weiterblättern. Alle Fotos enstanden mit meiner Canon 1Ds Mark III, den Brennweiten EF14mm 2.8 L II USM, EF24-105mm 4.0 L IS USM und dem EF100-400mm 4.5-5.6 L IS USM, die Entwicklung der RAW-Dateien erfolgte in AdobeCameraRaw 6.1 mit den von mir entwickelten Makros für verschiedene Lichtsituationen und optimalen Kontrast auf dem Monitor. Anna hat mit ihrer kleinen full-HD-Kamera tolle Szenen auch auf Video eingefangen. Hoffentlich kommt sie dazu, einen Film draus zu schneiden.

Anna's Video-Trailer


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